Von
Leonardo Palma Batista
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Die Automatisierung in der deutschen Fertigungsindustrie fördert sowohl die Beschäftigung als auch die Effizienz. Anstatt Arbeitskräfte zu ersetzen, treiben Roboter das Wachstum voran und widerlegen damit Befürchtungen vor Arbeitsplatzverlusten.

Der Aufstieg der Roboter, die vierte industrielle Revolution, KI: diese Begriffe lösen unbegründete apokalyptische Ängste aus, besonders im Zusammenhang mit dem Arbeitsmarkt. Die häufigste Sorge? „Roboter nehmen uns die Arbeitsplätze weg!“ Viele denken so, und in Deutschland wird sogar über eine „KI-Steuer“ diskutiert. Aber was, wenn diese Angst fehl am Platz ist?
Sehen wir uns Geschichte und Daten an, um diesen Mythos zu widerlegen.
Deutschland zeigt beispielhaft, wie der Einsatz von Robotern in der Fertigung nicht nur mehr Arbeitsplätze geschaffen, sondern die Branche auch wachsen lassen hat.
Die Statistik ist eindeutig. Allein 2021 stieg der Einsatz von Industrierobotern in Deutschland um 6 % auf insgesamt 245.908 Einheiten. Damit ist Deutschland in Europa führend und stellt laut der International Federation of Robotics (IFR) 36 % des gesamten europäischen Bestands. Die IFR nennt 2021 zudem das zweitbeste Verkaufsjahr für Roboterhersteller in Deutschland, übertroffen nur von 2018.
Die Automobilindustrie, traditionell der größte Abnehmer, stand 2021 für 38 % der installierten Einheiten. Andere Branchen wie die Metallverarbeitung installierten im gleichen Zeitraum 3.376 Einheiten, ein Anstieg um 33 %. Die Automatisierung setzt sich also in vielen Sektoren durch.
Von 2011 bis 2019 stieg der Einsatz von Robotern in der deutschen Wirtschaft stetig, um über 60.000 Einheiten. Die Zahl der Stellenangebote ging jedoch nicht zurück. Im Gegenteil: In diesen acht Jahren kamen über 500.000 Arbeitsplätze in der Industrie hinzu. Die Roboter sind da, und kein Arbeitsplatz ging verloren. Das Gegenteil trat ein. Aber warum?

Hier zeigt sich: Sowohl die Zahl der Roboter als auch die Zahl der Beschäftigten ist über die Jahre gestiegen. Der Zuwachs an Robotern hat in diesem Zeitraum also nicht zu weniger Beschäftigung geführt. Quellen: World Robotics und Statista
Mehr Roboter in der deutschen Industrie bedeuten niedrigere Stückkosten. So werden Unternehmen im globalen Wettbewerb stärker. Mit sinkenden Kosten steigt die Effizienz: Roboter arbeiten schneller, genauer und ohne Pause, übernehmen wiederkehrende Aufgaben und schaffen Freiraum für komplexere Rollen. Dieser Effizienzgewinn durch Automatisierung bringt deutsche Produkte auf die Weltmärkte und führt zu mehr Umsatz und Wachstum.
Gewinne fließen zurück in Forschung und Entwicklung und treiben Innovationen, neue Produkte und technischen Fortschritt voran. Wenn Unternehmen durch mehr Forschung und Entwicklung wachsen, brauchen sie mehr Menschen, die steuern, entwickeln und führen. So entstehen neue Arbeitsplätze. Roboter und KI in der Fertigung sind keine Bedrohung, sondern schaffen Chancen. Automatisierung und menschlicher Erfindergeist ergänzen sich.
Als die ersten Industrieroboter kamen, war die Sorge groß: „Sie vernichten alle unsere Arbeitsplätze!“ Diese Vorhersage traf nicht ein. Statt Arbeitsplätze zu vernichten, hat die Automatisierung, auch durch günstige Roboter, das Wachstum in der deutschen Fertigung getragen. 2021 arbeiteten dort rund 5,46 Millionen Menschen. Die Roboter haben dem deutschen Mittelstand geholfen, wettbewerbsfähig zu bleiben, statt den Arbeitsmarkt zu schwächen.
Diese historische Erfahrung hilft dabei, KI einzuordnen. KI ist keine Bedrohung, sondern eine weitere große Chance für die Industrie. Sie verändert und verbessert die Arbeit der Menschen. Roboter und KI-gestützte Anwendungen steigern die globale Wettbewerbsfähigkeit, senken Kosten, erweitern das Jobangebot, bauen Kompetenzen auf und stärken die Industrie. Die Erfahrung mit der Robotik stützt die Annahme, dass KI ähnlich positiv wirkt.
Die Innovationslandschaft hat sich seit den 1970er Jahren stark verändert. Der Unterschied zu damals ist das Tempo des technischen Fortschritts. Heute entwickeln sich Innovationen schneller als früher, und Europa führt diese Entwicklung nicht mehr allein. Früher war es vertretbar, im Wettlauf um Fortschritt zurückzufallen, während andere Regionen langsam ihre Erfolge aufbauten. Heute genügt ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit, um dauerhaft zurückzubleiben. Es steht viel auf dem Spiel, und wer nicht mithält, riskiert mehr. Länder müssen deshalb an der Spitze der technischen Entwicklung bleiben. Wir sollten Innovation nicht nur mitgehen, sondern anführen.
Wenn KI Arbeitsplätze schafft, warum sollte man sie dann übermäßig besteuern?
Der Zusammenhang zwischen Automatisierung und Beschäftigungswachstum ist kein Zufall, sondern linear. Mehr Roboter haben in der deutschen Fertigung stets zu mehr Arbeitsplätzen geführt. Automatisierung vernichtet keine Arbeitsplätze, sondern schafft sie.
Der Vorschlag einer „KI-Steuer“ in Deutschland und anderen Ländern muss in diesem Zusammenhang gesehen werden. Eine Steuer auf KI bremst diesen Wachstumszyklus. Sie verschafft großen, etablierten Technologiekonzernen einen Vorteil und benachteiligt junge, innovative, aber unterfinanzierte Start-ups. Nötig sind Unterstützung, Innovation und ein klares Verständnis dafür, wie KI und Menschen für eine gute Zukunft zusammenarbeiten.
Lernen wir aus der Geschichte. Mehr Roboter und mehr KI bedeuten mehr Arbeitsplätze. Es ist Zeit, die Zukunft anzunehmen, statt sie zu fürchten.
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