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Inter Cars

Inter Cars ist der größte Distributor von Kfz-Ersatzteilen in Mittel- und Osteuropa. Das 1990 in Warschau gegründete Unternehmen ist heute in 21 Ländern mit mehr als 600 Niederlassungen vertreten. Sein Katalog umfasst mehrere Millionen Produkte: mechanische Teile wie Motorkomponenten, Bremssysteme, Filter, Dichtungen und Hydraulikschläuche sowie Verbrauchsmaterialien wie Öle, Batterien und Reifen. Das Sortiment deckt Pkw, Lkw, Motorräder, Landmaschinen und sogar Schiffsanwendungen ab. Neben Ersatzteilen liefert Inter Cars auch Werkstattausrüstung, von Handwerkzeugen über Diagnosegeräte bis hin zu Wartungsgeräten.

Inter Cars: Visuelle Suche nach Kfz-Ersatzteilen

Der Markt: Geschwindigkeit entscheidet

Der Kfz-Ersatzteilmarkt ist einer der wettbewerbsintensivsten B2B-Märkte in Europa. Händler konkurrieren nicht nur über Preis und Sortiment. Entscheidend ist auch, wie schnell ein Mechaniker das richtige Ersatzteil findet und bestellt.

Werkstatttechniker haben in der Regel zwei oder drei Lieferanten-Websites gleichzeitig geöffnet. Sie suchen parallel und vergleichen Verfügbarkeit, Lieferzeit und Preis. Der Lieferant, der als Erster das richtige Ergebnis liefert, hat die besten Chancen, den Auftrag zu erhalten.

Geschwindigkeit ist nicht nur bei der Suche entscheidend. Inter Cars hat eines der effizientesten Liefernetzwerke im europäischen Kfz-Ersatzteilmarkt aufgebaut. Es bringt Ersatzteile innerhalb weniger Minuten in die Werkstätten. Dieses Netzwerk ist unverzichtbar, denn jedes Auto auf einer Hebebühne blockiert die nächste Reparatur. Wartet ein Auto auf ein Ersatzteil, verliert die Werkstatt die Kapazität dieser Hebebühne.

Doch selbst die schnellste Logistikkette beginnt mit der richtigen Bestellung. Identifiziert der Techniker das falsche Teil oder findet das richtige zu spät, kann das Liefernetzwerk dies nicht ausgleichen. Am Anfang der Kette stehen Suchgeschwindigkeit und Suchgenauigkeit.

Dieser Druck nimmt zu. Online-Plattformen aus Asien und globale E-Commerce-Anbieter drängen mit großen Sortimenten und aggressiven Preisen auf den europäischen Ersatzteilmarkt. Gleichzeitig werden Fahrzeuge komplexer. Es gibt mehr Modelle, mehr Varianten und mehr Spezialkomponenten.

Für einen Distributor wie Inter Cars ist das Sucherlebnis ein direkter Wettbewerbsvorteil. Je schneller ein Mechaniker das richtige Ersatzteil findet und bestellt, desto früher verlässt das Auto die Hebebühne. Damit steigen auch die Chancen von Inter Cars auf den nächsten Auftrag.

Die Herausforderung: Ersatzteile in der Praxis identifizieren

Inter Cars verfügte bereits über eine leistungsstarke digitale Plattform mit erweiterten Filtern, VIN-Decodern und einer gut durchdachten Benutzeroberfläche. Doch selbst das beste Filtersystem stößt an seine Grenzen, wenn ein Mechaniker ein physisches Teil in der Hand hält und es mit einem Eintrag im digitalen Katalog abgleichen muss.

Die Grenzen der Stichwortsuche. Manche Teile sind abgenutzt, verschmutzt oder haben kein Etikett mehr. Doch selbst gut sichtbare Teile lassen sich mit Worten nur schwer beschreiben. Lkw-Rückleuchten tragen zum Beispiel dieselbe Bezeichnung und sind weder fahrzeug- noch anhängerspezifisch, sehen aber völlig unterschiedlich aus. Stichwörter allein können sie nicht unterscheiden. Auch über das Fahrzeug lassen sie sich nicht finden. Bei Teilen mit aufgedrucktem Text, Artikelnummern oder Barcodes liest die visuelle Suche diese Informationen schneller, als ein Mechaniker sie eintippen kann. Das Ergebnis ist eine bessere und schnellere Suche, nicht nur in schwierigen Fällen.

Zeitdruck. Jede Minute für die Suche fehlt bei der Reparatur. Werkstätten arbeiten nach engen Zeitplänen. Ein Auto, das auf das richtige Ersatzteil wartet, blockiert die Hebebühne. Dadurch muss auch der nächste Kunde warten. Ein falsch bestelltes Ersatzteil kostet noch mehr: Rückversand, ein zweiter Lieferzyklus und ein weiterer Tag verlorener Werkstattkapazität.

Inter Cars ist Marktführer, weil das Unternehmen in jedem Schritt Bestleistungen erbringt: bei der Katalogqualität, dem Sucherlebnis und der Liefergeschwindigkeit. Die meisten Teile lassen sich über Filter und die Stichwortsuche finden. Es gibt jedoch Fälle, in denen ein Techniker das Produkt einfach nicht finden kann oder in denen die Suche in alten Papierkatalogen und deren modernen PDF-Alternativen zu langsam ist. Die visuelle Suche war der nächste Schritt, um diese Lücken zu schließen und Werkstattkunden einen weiteren Vorteil zu verschaffen.

Momchil Kovachev, Chief Digital Officer, Inter Cars
Wir investieren in jeden Schritt des Kundenerlebnisses, von der Katalogqualität bis zur Liefergeschwindigkeit. Meist erfüllen unsere Suchfunktionen ihren Zweck. Es gibt jedoch Situationen, in denen ein Techniker das Gesuchte nicht findet. Manchmal bleibt ihm nur, Papierkataloge oder PDF-Dateien zu durchsuchen. Genau hier bietet die visuelle Suche einen echten Mehrwert.

Momchil Kovachev

Chief Digital Officer, Inter Cars

Die Lösung: Hybride Suche von nyris

Inter Cars hat die visuelle Suche von nyris über die nyris Visual Search API in seine E-Commerce Plattform integriert . Alle B2B-Kunden von Inter Cars können nun ein Foto mit ihrem Smartphone aufnehmen, und das System identifiziert das Teil innerhalb von Millisekunden.

Kfz-Ersatzteile gehören jedoch zu den schwierigsten Produktkategorien für die visuelle Suche. Hier erfahren Sie, warum das so ist und wie nyris diese Aufgabe gelöst hat.

Hybride Suche: Bild, Text und Kontext kombiniert

Anwender in Werkstätten fotografieren nicht nur einzelne Teile. Sie fotografieren auch Ölkanister, Verpackungen, Regaletiketten, Artikel mit Barcodes, Artikelnummern und gedruckten Text. Eine rein visuelle Suchmaschine würde die wertvollen Textinformationen in diesen Bildern übersehen.

nyris nutzt dafür eine hybride Suche. Das System analysiert jedes Foto und entscheidet automatisch:

  • Soll visuell nach Form und Aussehen des Teils gesucht werden?
  • Soll das System Text, Barcodes oder Artikelnummern aus dem Foto extrahieren und danach suchen?
  • Soll das System visuelle und textbasierte Ergebnisse kombinieren oder nur ein Signal nutzen?

Diese Entscheidung trifft nicht der Nutzer. Er macht ein Foto und erwartet das richtige Ergebnis. Die Intelligenz steckt im System.

Dies motiviert Inter Cars, weiter in die Katalogisierung seiner Daten zu investieren. So unterstützt das Unternehmen visuelle und hybride Suchmuster noch besser. Gut strukturierte Produktdaten mit einheitlichen Fotos, eindeutigen Artikelnummern und präzisen Metadaten machen die visuelle Suche deutlich effektiver. In der Praxis kann sie weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Katalogqualität anstoßen. Davon profitiert die gesamte Suche.

Eine umfangreiche Referenzdatenbank mit stark schwankender Datenqualität

Das nyris-System indexiert mehrere Millionen durchsuchbare Artikel auf Basis von Millionen Referenzbildern. Die Datenqualität im Katalog schwankt stark. Einige Produkte haben mehrere saubere Studiofotos, andere nur ein Foto mit unruhigem Hintergrund. Der Aufbau und die Pflege einer verlässlichen Bildabdeckung erfordern eine enge, kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen Inter Cars und nyris.

VIN-gestützte Suche

Ein Foto grenzt die Suche ein. Zusammen mit einer Fahrzeugidentifikationsnummer (VIN) kann das System die Auswahl weiter eingrenzen. Ohne VIN liefert die Suche relevante Ergebnisse. Mit VIN liefert sie präzise Ergebnisse. Diese Kontextinformation verbessert die Genauigkeit bei Ersatzteilen, die sich bei verschiedenen Fahrzeugmodellen ähneln.

Ein spezielles Erkennungsmodell

Herkömmliche Modelle für die visuelle Suche haben Schwierigkeiten mit Kfz-Ersatzteilen. Die Teile bestehen oft aus Metall, ähneln sich in der Form und sind mit Öl oder Rost bedeckt. nyris hat ein für diesen Bereich optimiertes Embedding-Modell entwickelt. Es verbessert die Erkennungsgenauigkeit über das gesamte Produktsortiment von Inter Cars.

Die Ergebnisse

Die Nutzung verdoppelt sich jedes Jahr

Nach einer anfänglichen Einrichtungs- und Indizierungsphase Ende 2023 stieg die Nutzung der visuellen Suche bei Inter Cars schnell an.

Zeitraum Wachstum
Februar 2024 Anlaufphase
Februar 2025 Verdreifachung gegenüber dem Vorjahr
Februar 2026 Verdopplung gegenüber dem Vorjahr, Versechsfachung innerhalb von zwei Jahren


Die Zahl der monatlichen visuellen Suchanfragen liegt mittlerweile bei über 100.000 und steigt weiter an.

Diese Funktion wird nicht einmal ausprobiert und dann vergessen. Sie gehört zum täglichen Bestellprozess in den Werkstätten. Eine schnellere Identifikation führt zu schnelleren Bestellungen, kürzeren Lieferzyklen und weniger Autos, die über Nacht eine Hebebühne blockieren.

Aus der Praxis

Die Zahlen erzählen eine Geschichte. Die Praxis erzählt eine andere.

„Die Bildersuche ist zu einem echten Hit in unserem Katalog geworden. Viele unserer Vertriebsmitarbeiter präsentieren sie stolz und erhalten von unseren B2B-Kunden durchweg sehr positives Feedback. Vor kurzem habe ich die wahre Leistungsfähigkeit dieser Funktion selbst erlebt. Bei einem Treffen mit dem Inhaber eines großen Lkw-Servicezentrums in Sofia hörte ich zufällig ein Gespräch über einen bestimmten Einfülltrichter, der zum Befüllen von Lkw-Motoren verwendet wird. Sie hatten ein Modell, das ihnen gefiel, wollten mehr davon kaufen, konnten sich aber nicht erinnern, woher das Original stammte. Sie wollten gerade anfangen, in Haushaltswarengeschäften danach zu suchen. Ich schaltete mich ein, machte ein Foto vom Trichter, und wir fanden das exakte Produkt innerhalb von Sekunden in unserem Katalog. Sie bestellten es sofort für ihre nächste reguläre Lieferung. Es ging nicht um die acht Euro für einen Einfülltrichter. Es ging um die Zeitersparnis für unseren Geschäftspartner, und die ist weitaus mehr wert."

Stefan Deyanov, Sales Director, Inter Cars Bulgaria

Warum es funktioniert

Diese Partnerschaft funktioniert durch die Kombination aus Größe, technischer Tiefe und kontinuierlicher Zusammenarbeit.

Umfang. Millionen von durchsuchbaren Ersatzteilen und Bildern. Das ist visuelle Suche auf professionellem Niveau, keine Demo.

Technische Tiefe. Eine hybride Suche, die visuelle Erkennung, Texterkennung (OCR), Barcode-Erkennung und den VIN-Kontext kombiniert. Jedes dieser Elemente ist für sich genommen nützlich. In Kombination decken sie das gesamte Spektrum realer Suchszenarien in einer Werkstatt ab.

Zusammenarbeit. Bildabdeckung, Datenqualität und Modellleistung erfordern kontinuierliche gemeinsame Arbeit. Während Inter Cars seinen Katalog erweitert, sorgt nyris dafür, dass die Suchqualität Schritt hält.

Angetrieben von der Nachfrage aus der Praxis. Die schiere Vielfalt der Bilder, die Mechaniker und Werkstattleiter täglich einsenden, hat nyris dazu veranlasst, die bestmögliche visuelle Suche zu entwickeln. Techniker fotografieren verrostete Bremsbacken, ölverschmierte Gehäuse, zerrissene Verpackungen, Regaletiketten, unscharfe Barcodes und Teile, die sie nicht benennen können. Jedes dieser Bilder ist ein Testfall. Um diese Erwartungen in großem Maßstab zu erfüllen, musste nyris jede Ebene des Systems optimieren: Erkennungsmodelle, OCR-Genauigkeit, hybride Entscheidungslogik und Bildabdeckung. Inter Cars hat nicht einfach nur unsere Technologie übernommen. Die Inter Cars Nutzer haben die Messlatte für die Leistungsanforderungen auf ein neues Level gelegt.

Ganz gleich, ob ein Techniker in einer polnischen Werkstatt eine verrostete Halterung fotografiert oder in einem rumänischen Distributionszentrum einen Barcode auf einer Verpackung scannt, das System liefert immer das richtige Ergebnis.

Die visuelle Suche ist mittlerweile fester Bestandteil des täglichen Kundenservices bei Inter Cars.

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